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Am 22. Juli fand ein crosstalk mit der Linzer Gemeinderätin Marie-Edwige Hartig und dem New Yorker Aktivisten Hugues Sygney über die Relevanz der Black Lives Matter Bewegung statt. Dabei berichteten Marie Edwige und Hugues von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt.

Im Rahmen dieses Online-Talks konnten unter anderem folgende Punkte angesprochen und diskutiert werden: Wie soll man sich verhalten, wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln rassistisch beschimpft wird? Wie geht man mit dem Mangel an Zivilcourage um? Solange „Kakao-Babies“ klein sind, findet man sie süß und herzig; wie aber kann man sie unterstützen, wenn sie heranwachsen und mit Aggressionen und Vorurteilen konfrontiert sind?

 

Marie-Edwige berichtet über ihren schulischen Werdegang und die zunächst positive Stimmung in Österreich. „Im Vorfeld zu meiner Wahl in den Gemeinderat gab es dann allerdings Anfeindungen und Kritik, beispielsweise von Seiten der FPÖ. Offensichtlich geht es noch nicht in die Köpfe hinein, dass auch Österreicherinnen schwarz sein können.“

Zugute kommt Marie-Edwige indessen die Tatsache, dass sie perfekt deutsch spricht. „Wenn man die Sprache akzentfrei beherrscht, wenn man mit den Strukturen vertraut ist, kommt man mit seinen Anliegen gut durch.“ Tatsache sei es jedenfalls, dass zum Rassismus oft auch noch Sexismus kommt. Marie-Edwige: „Es gibt Missstände, die einfach aufgezeigt werden müssen“ und „Es gibt einen Zeitpunkt, zu dem man einfach nicht mehr wegschauen kann, wo man handeln, wo man auf die Straße gehen muss.“

Im weiteren Verlauf des Talks werden dann Unterschiede zwischen USA und Österreich herausgearbeitet: So berichtet Hugues von der Abhängigkeit vom Kapital, der oft unwürdigen Rolle, die die Polizei in Amerika spielt und den Benachteiligungen, denen die schwarze Community in vielen Lebensbereichen ausgesetzt ist.

Marie-Edwige und Hugues nennen wichtige Lösungsansätze: Man muss sich immer wieder mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen und Kinder

schon in frühester Jugend frei von Rassismus und Vorurteilen aufwachsen lassen.

Dank und viele positive Reaktionen von Seiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Talks!